Jahresausblick Salzburg 2024

Eine Markterholung in Salzburg wird im Laufe des Jahres erwartet. Die Nachfrage nach Raritäten und Zweitwohnsitzen bleibt hoch, vor allem im Pinzgau und Pongau.
Jahresausblick Salzburg 2024
©

Aktuelle Situation

In Salzburg sind neben Tirol und Vorarlberg weiterhin die teuersten Immobilienpreise zu finden. Dies ist sicherlich ein Grund, warum die Transaktionen ebenfalls einen starken Rückgang aufweisen. Die Geschwindigkeit der Zinserhöhung, die Inflation und die wirtschaftlichen Gegebenheiten lassen die Menschen beim Kauf zuwarten. Die Durchschnittspreise pro Quadratmeter belaufen sich laut der s REAL Datenbank in Salzburg auf knapp über 5.300 Euro. Das sind um rund 1.500 Euro mehr als noch im Jahr 2018. Besonders hoch sind die Preise in der Landeshauptstadt. Die Stadt kann sich kaum mehr ins Umland ausdehnen und Baugrundstücke sind besonders rar. Das schlägt sich in höheren Quadratmeterpreisen – auch bei den Neubauprojekten – nieder.

Salzburger Umland

Betrachtet man das Umland der Salzburger Stadt, so lässt sich eindeutig feststellen, dass die Regionen, die an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden sind, gefragt sind – im Gegensatz zu den ländlichen Gebieten, in denen man fast gezwungenermaßen einen Pkw benötigt, um in die Stadt zu kommen. Generell führen die weiterhin hohen Preise dazu, dass sich immer wieder Salzburger:innen überlegen, nicht nur aus der Landeshauptstadt zu ziehen, sondern überhaupt in die benachbarten Bundesländer auszuweichen. Kärnten und Oberösterreich bieten nämlich im Vergleich noch moderatere Preise bei Eigentumsimmobilien an. So weist Oberösterreich nach den Auswertungen der s REAL Datenbank einen durchschnittlichen Preis bei den Wohnungen von 3.774 Euro pro Quadratmeter auf, Kärnten sogar noch weniger mit 3.725 Euro.

Was gesucht wird

Gefragt sind gebrauchte Immobilien – egal, ob Wohnungen oder Häuser – aus den 1990er-bis 2000er-Jahren. Da diese aber oftmals nicht den gewünschten Nachhaltigkeitskriterien entsprechen, müssen sie einen Preisabschlag hinnehmen und werden dann entsprechend saniert und nachgerüstet. Überhaupt sind Energieeffizienz der Gebäude und Leistbarkeit die zentralen Themen im Bundesland.

Ausblick 2024

Wir gehen davon aus, dass sich auch in Salzburg der Markt 2024 wieder einspielen wird. Das große Problem wie in ganz Österreich waren – neben den wirtschaftlichen und inflationären Veränderungen – weniger die hohen Zinsen, sondern vielmehr die Geschwindigkeit, mit der sie gestiegen sind. Wir rechnen damit, dass sich die Immobiliensuchenden im Laufe des nächsten Jahres an die aktuellen Gegebenheiten anpassen und auch die Preisvorstellungen zwischen Käufer:innen und Verkäufer:innen wieder zusammenfinden werden.

Für wen die finanzielle Situation leichter ist, der kauft eher ein Einfamilienhaus, eine Villa oder einen Hausanteil. In diesen Segmenten sind die Rückgänge entsprechend geringer. Es zeigt sich überhaupt die Sonderstellung von einzigartigen Immobilien: Sie bleiben von den Turbulenzen am Markt weitgehend verschont.

Raritäten und Zweitwohnsitze haben in Salzburg weiterhin Saison. Wer in diesem Segment kauft, benötigt keine Finanzierung. Gefragte Regionen sind der Pinzgau und Pongau.

Erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe des Wohnen Magazins mehr über die Entwicklung in den anderen Bundesländern.