Preis für zu hohe Mieten

„Goldener Miethai“ will auf Verstöße gegen Mietobergrenzen aufmerksam machen
Preis für zu hohe Mieten
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Der Negativpreis „Goldener Miethai“ wurde zum zweiten Mal verliehen und ging an eine große Wiener Hausverwaltung. Der Preis, der von der Plattform Miet-Bremse.at ins Leben gerufen wurde, soll auf besonders überzogene Mietforderungen bei Wiener Altbauwohnungen aufmerksam machen. Dem diesjährigen Gewinner-Unternehmen wird vorgeworfen, den gesetzlich erlaubten Höchstmietzins systematisch zu überschreiten. In einem besonders gravierenden Fall erhielt ein Mieter eine Rückzahlung von 5000 Euro, nachdem die Miete um mehr als 100 Prozent über dem erlaubten Betrag lag.

Ein häufiges Problem ist, dass die mit Sanierungsförderungen einhergehenden Mietpreisdeckelungen der Stadt Wien oft bei der Mieteinpreisung nicht berücksichtigt werden. So wird etwa der gesetzlich vorgeschriebene Befristungsabschlag von 25 Prozent ignoriert und zusätzlich werden unrechtmäßige Servicepauschalen, wie etwa für die „Bearbeitung des Mietvertrages“, erhoben.

Mit der Verleihung des „Goldenen Miethais“ möchte Miet-Bremse.at nicht nur auf diese Missstände hinweisen, sondern auch ein Umdenken in der Immobilienbranche anregen. Das Ziel ist es, Vermieter:innen dazu zu bringen, sich an die gesetzlichen Vorgaben zu halten und faire Mietverhältnisse zu gewährleisten.

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