Erst sorgte die weltweite Pandemie dafür, dass viele Menschen durch Kurzarbeit weniger verdienten. Danach trieb die Inflation die Wohnkosten in die Höhe. Für viele wird es deshalb immer schwieriger, ihre Miete zu bezahlen. Die Fachstelle für Wohnungssicherung (Fawos) der Volkshilfe Wien beobachtet, dass in den letzten zwei bis drei Jahren auch Menschen aus dem mittleren Einkommenssegment von Zahlungsschwierigkeiten betroffen sind. Tyresha Kara von Fawos erklärt: „Gerade hier ist oft eine große Scham vorhanden, da viele niemals gedacht hätten, in solche finanziellen Schwierigkeiten zu geraten“. 2288 Delogierungen wurden 2023 in Wien durchgeführt.
Fawos erhält regelmäßig Informationen über gerichtliche Kündigungen, Räumungsklagen und Räumungstermine und nimmt dann Kontakt mit den Betroffenen auf. Gemeinsam wird nach Lösungen gesucht und zwischen Mieter:innen und Hausverwaltungen vermittelt. Aktuell spielt vor allem mehr denn je die sozialarbeiterische Unterstützung eine entscheidende Rolle, um frühzeitig Menschen zu helfen, die mit zu hohen Wohnkosten kämpfen, um eine Delogierung zu vermeiden. Das "Kompetenzzentrum für Non-Profit-Organisationen und Social Entrepreneurship" der Wirtschaftsuniversität Wien hat in einer Studie den Nutzen von Delogierungspräventionsmaßnahmen untersucht. Die monetarisierte Wirkung ist um ein Vielfaches höher als die eingesetzten Beträge durch die Stadt Wien. Ein Schwerpunkt auf Delogierungsprävention ist im Nutzen also unbestritten.
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