„Nach einem Rückgang der Preise hat sich der Markt im Burgenland wieder stabilisiert. Aktuell sind auch die Preise relativ günstig und die Auswahl ist groß. Wer Immobilien sucht, sollte dies jetzt tun, denn das Angebot wird in den kommenden Jahren eher knapp.“
Bernhard Klikovits, Leitung Region Burgenland und NÖ Süd
Wie in einigen anderen Bundesländern hat sich auch im Burgenland die Preisspirale zuletzt nach unten gedreht. Die Preise sind mittlerweile sowohl von Bauträger:innen als auch von Verkäufer:innen von Privatimmobilien nach unten korrigiert worden. Die Verkäufer:innen haben sich an die niedrigeren Preise gewöhnt und damit kommen auch wieder mehr Angebote auf den Markt. Nach wie vor prüfen aber die Suchenden die Immobilien und deren Möglichkeiten sehr genau. Bei gebrauchten Immobilien werden die Sanierungskosten hinterfragt und auch der Aufwand für den Einbau alternativer Energieträger ist ein Thema. Daher zeigen diese Immobilien längere Verwertungszeiträume.
Generell ist im Burgenland ein leichter Aufwind spürbar. Die gesunkene Inflation und die günstigeren Kreditzinsen veranlassen viele Menschen, wieder auf die Suche nach Immobilien zu gehen. Bei einem Blick auf 2025 muss man sicherlich die Entwicklung der Zinslandschaft beachten, aber auch weltwirtschaftliche Aspekte können hier hineinspielen. Sollten sich diese positiv entwickeln, so werden sie auf die Nachfrage im Bundesland direkte Auswirkungen haben. Dann ist mit einem deutlichen Aufschwung zu rechnen. Allerdings gehen wir von einem langsameren Wachstum als noch vor einigen Jahren aus. Man sieht, dass die Preise wieder eine gewisse Normalität erreicht haben.
Weiterhin steht das Nordburgenland im Fokus des Interesses. In der Region Neusiedl werden einige neue Wohnprojekte errichtet. Wesentlich ist hier die gute Verkehrsanbindung nach Wien und eine entsprechen-de Infrastruktur für das tägliche Leben. Dazu kommt, dass diese Neubauten in Bezug auf Nachhaltigkeit bereits ein sehr hohes Niveau haben, da auf diese Aspekte in den vergangenen Jahren von den Bauträger:innen verstärkt geachtet wurde. Dies betrifft vor allem die Betriebskosten, die in den letzten zwei bis drei Jahren aus gegebenem Anlass in den Fokus der Käufer:innen gerückt sind.
Die Auswahl an Wohnimmobilien ist aufgrund einer schwächeren Nachfrage derzeit sehr gut. Damit haben die Suchenden auch mehr Zeit in ihrer Entscheidungsfindung. Wir können daher von einem klassischen Käufermarkt sprechen – und das betrifft das gesamte Bundesland. Wer die finanziellen Mittel hat, kann im Burgenland gut seine Traumimmobilie finden.
Es ist unwahrscheinlich 2025 an die Höchstpreise von 2022 aufzuschließen, es könnte trotzdem ein deutlicher Aufschwung spürbar sein.
Im mittleren, aber vor allem im südlichen Burgenland stehen weiterhin gebrauchte Immobilien im Fokus. Neubauprojekte tun sich im Vertrieb noch immer schwer.
Wer nach günstigeren Immobilien im Burgenland sucht, der wird im südlichen Teil fündig, wo sich oft gute Angebote finden. Bei alten Bestandsgebäuden können rechtliche und bautechnische Fallstricke lauern. Gerade deshalb ist man gut beraten ein Maklerunternehmen zu beauftragen.