Bundesländerreport 2025 - Salzburg

In Salzburg sorgt begrenzter Wohnraum bei stabilen Rahmenbedingungen und fallenden Zinsen für anhaltend hohe Nachfrage, während Anleger:innen zurückhaltend bleiben und Mietwohnungen weiterhin gefragt sind.
lena-maria.stifter@sreal.at
Bundesländerreport 2025 - Salzburg
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„Salzburg zählt neben Wien weiterhin zu den teuersten Bundesländern. Die Preise haben sich konti-nuierlich nach oben bewegt und das trotz einer geringeren Nachfrage. Gesucht werden gebrauchte Immobilien – egal, ob Wohnungen oder Häuser – aus den 1990er- bis 2000er-Jahren.“

Martina Hirsch, Geschäftsführerin s REAL Immobilienvermittlung

Rückblick 2024

„Auch wenn sich der Immobilienmarkt herausfordernd zeigt, so sind die Eigennutzer:innen wieder in Kauflaune“, sagt s REAL Geschäftsführerin Martina Hirsch. Diese Entwicklung hat mit einem Gewöhnungseffekt zu tun – einerseits haben die Suchenden die höheren Zinsen akzeptiert, andererseits zeigt sich immer klarer, dass die Preise nicht sinken werden. Die durchschnittlichen Quadratmeterpreise erfolgreicher Transaktionen liegen zwischen 5.000 und 5.300 Euro im Bundesland, in der Stadt zwischen 5.400 und 5.700 Euro. Als Alternative zu hohen Kaufpreisen gelten auch Mietwohnungen als äußerst begehrt, sind aber im Neubau verhältnismäßig teuer.

Ausblick 2025

Sollten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht zu sehr verändern, so erwarten uns Stabilität, Sicherheit und fallende Zinsen, weshalb der Eigentumserwerb wieder forciert wird. Es ist aus heutiger Sicht unwahrscheinlich, dass die Immobilienpreise nachgeben werden. Wie in ganz Österreich wird auch im Bundesland Salzburg weniger gebaut, womit sich das Angebot an Wohnraum verringert. Anleger:innen sind noch zurückhaltend, wobei die Voraussetzungen derzeit ideal sind. Die Chance für eine weitere Wertsteigerung der Wohnungen ist gegeben – außerdem ist die Nachfrage nach Mietwohnungen weiterhin unverändert hoch.

Regionen 

In Salzburg Stadt zu wohnen wäre der große Wunsch, allerdings sind hier die Preise für viele Käufer:innen einfach zu hoch. „Vor allem Familien suchen in der Umgebung der Landeshauptstadt, da hier je nach Entfernung und Region die Möglichkeit besteht, leistbares Eigentum erwerben zu können. Weiterhin werden auch günstigere Lagen in den benachbarten Bundesländern Kärnten und Oberösterreich als Alternative in Erwägung gezogen“, berichtet Martina Hirsch.

Trends

Es zeigt sich in den letzten Monaten, dass beim Kauf von Eigentum länger und genauer überlegt wird, was gekauft wird und zu welchem Preis. Wohnungssuchende sind bescheidener, die Leistbarkeit steht im Vordergrund. Gebrauchte Wohnungen und Einfamilienhäuser werden bis zu einem Kaufpreis von ca. 400.000 Euro. akzeptiert. Verkäufer:innen müssen aber mit einem Preisabschlag rechnen, da die Bestandsliegenschaften saniert und nachgerüstet werden, um den Nachhaltigkeitskriterien zu entsprechen. Egal, ob es sich um Miete oder Kauf handelt, die Betriebskostenhöhe ist ein Thema. Außerdem schauen Suchende genau auf Nachhaltigkeit, Lage und Infrastruktur.

Eigentum geht immer vor, weil diese Anschaffung langfristig für Absicherung, Vermögensaufbau und Vorsorge spricht. Miete sollte eine kurzfristige Variante bleiben. Klar ist aber, dass man dazu manchmal entsprechend leistbare Lagen finden muss.

Wer sich für eine gebrauchte Immobilie entscheidet, der sollte im Vorfeld genau prüfen, welche Kosten auf ihn zukommen. Das kann eine Sanierung der Immobilie sein, aber auch die technische Aufrüstung, um die gewünschten Nachhaltigkeitskriterien zu erreichen.

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