„Der Markt verlässt die Talsohle und bewegt sich in Richtung Erholung – diese erfolgt aber eher langsam und ist regional entsprechend unterschiedlich. Die Standortwahl wird wichtiger denn je und die guten Lagen profitieren eher, Randlagen können hinterherhinken.“
Bernhard Klikovits, Leitung Region NÖ Süd & Burgenland bei s REAL Immobilien
Das Burgenland gehört in Österreich weiterhin zu den preisgünstigen Bundesländern. Das betrifft vor allem Häuser im Grünen. Wobei regionale Unterschiede zu beachten sind. So zeigt der nördliche Teil deutliche Zuwächse bei den Verkaufszahlen – insbesondere der Bezirk Neusiedl am See –, während südlich gelegenere Regionen eher Rückgänge zu verzeichnen haben. Ähnlich stellt sich auch die Situation bei den Preisen dar. Der Norden ist teurer als der Süden.
Aktuell zeigt sich eine Entspannung am Markt, die langsam steigende Preise bringt, aber keine schnellen drastischen Anstiege, weder im nördlichen noch im südlichen Teil des Burgenlands, wobei die Preisentwicklung von Lage und Objekt abhängig ist. Die guten Lagen, die durch die Nähe zu Wien gekennzeichnet sind sowie gute Infrastruktur, aber auch See- bzw. Freizeitlage, könnten überdurchschnittlich profitieren. Die Nachfrage nach gebrauchten Einfamilienhäusern ist im gesamten Bundesland sehr stark, da diese im Burgenland noch leistbar sind.
Die Wohnungspreise im Burgenland sind im ersten Halbjahr leicht gesunken, Angebot und Nachfrage haben je nach Lage und Objektqualität stark variiert. Die Finanzierungskosten, Mietrechtsregulierungen und Baukosten bleiben relevante Einflussfaktoren. Vor allem bei Wohnungen merkt man, dass immer größere Einheiten gesucht werden, Vier-Zimmer-Wohnungen sind nach wie vor sehr knapp am Markt.
Wer heute in eine Immobilie im Burgenland investieren will, findet weiterhin günstige Einstiegspreise – und diese auch in Kombination mit einer guten Bauqualität. Für Käufer:innen spielen Heizsysteme sowie alternative Energie und Dämmmaßnahmen eine wesentliche Rolle. Der Fokus liegt nach wie vor besonders auf den Betriebskosten sowie Nachhaltigkeitskriterien. Anstehende Sanierungskosten werden vom Kaufpreis abgezogen.
Das nördliche Burgenland, insbesondere die Region Neusiedl am See, ist besonders gefragt. Einerseits ist die Nähe zu Wien gegeben und andererseits lockt das Naherholungsgebiet sowie das Naturschutzgebiet Pannonia mit seinen weitläufigen Radwegen. Zusätzlich lockt der Neusiedler See nicht nur Tourist:innen an, um Urlaub zu machen, sondern immer mehr Menschen, die ihren Zweit- oder Hauptwohnsitz hierher verlegen.
Interessant ist auch zu beobachten, dass der Bezirk Oberwart an Attraktivität gewinnt. Hier trifft eine gute Infrastruktur mit Schulen, Nahversorgung oder ärztlichen Praxen auf moderate Preise.
Immobilienangebote sind ausreichend vorhanden, weshalb sich die Käufer:innen bei ihrer Entscheidung Zeit lassen können. Es gilt, Vergleichspreise zu analysieren und nicht überhastet zu kaufen. Wesentlich ist, bei gebrauchten Häusern die Sanierungskosten realistisch einzuplanen. Das System „das machen wir schon“ kann sehr leicht eine teure Angelegenheit werden. Der Blick ins Grundbuch ist ohnehin obligatorisch – vor allem bei älteren Bauernhäusern können einige Überraschungen rechtlicher Natur warten.
Das bedeutet aber auf der anderen Seite für die Verkäufer:innen, dass sie Preise realistisch und marktgerecht ansetzen müssen, sonst besteht kaum Nachfrage. Wenn sich das Objekt zu lange am Markt befindet, wird auch der Preis immer weiter nach unten gedrückt. Besonders wichtig ist, dass Verkäufer:innen alle zum Verkauf notwendigen Unterlagen vorweisen können, wie z. B. Baukonsens, Einreichunterlagen, Energieausweis und eventuelle Sanierungsnachweise. Wer potenzielle Käufer:innen gut informiert, hat die besseren Karten.
Der beste Weg ist immer noch zu einer Mitarbeiter:in von s REAL, um sich – egal, ob Verkauf oder Kauf – beraten zu lassen und optimal vorbereitet zu sein.