„Qualität, Lage und Energieeffizienz haben sich als entscheidende Faktoren am Immobilienmarkt in Niederösterreich etabliert. Bei Einfamilienhäusern und frei finanzierten Wohnbauprojekten beobachten wir wieder eine deutlich gestiegene Nachfrage, wobei der Markt regionale Differenzierungen aufweist.“
Nino Lutz, Prokurist und Leitung Region Wien & NÖ Ost bei s REAL Immobilien
Niederösterreichs Immobilienmarkt weist im Durchschnitt wieder die Preise aus 2022 und 2023 auf, und wir stellen fest, dass sich die Nachfrage verstärkt. Dies beobachten wir besonders bei Einfamilienhäusern und frei finanzierten Wohnbauprojekten vor allem in guten Lagen mit guter Anbindung an Wien. Aufgrund der geringen Neubauleistung, wie auch in vielen anderen Teilen von Österreich, ist mit einem weiteren moderaten Wachstum der Preise zu rechnen – in den meisten Fällen blieben sie zumindest stabil. Bei den Einfamilienhäusern, von denen es regional unterschiedlich ein gutes Angebot gibt, ist auf die Qualität der Häuser zu achten und die Sanierungskosten sind in jedem Fall einzupreisen.
Der Trend geht eindeutig in Richtung Qualität vor Quantität. Die Käufer:innen haben ihre Präferenzen substanziell angepasst – allein auf die Größe der Immobilie wird kaum mehr gesetzt. Eine Lage mit guter öffentlicher Verkehrsanbindung und täglicher Infrastruktur sowie die Nachhaltigkeit der Immobilie bzw. ihr energetischer Fußabdruck (Energieversorgung und Dämmung) haben sich als entscheidende Faktoren am Immobilienmarkt etabliert. Die monatlichen Betriebskosten bei Wohnungen, aber vor allem bei Häusern werden von den Suchenden hinterfragt. Besonders kritisch sind diese bei Immobilien aus den 1960er-, 1970er- und 1980er-Jahren, die derzeit vermehrt auf den Markt kommen. Für Verkäufer:innen empfiehlt sich daher eine realistische Preisgestaltung sowie eine professionelle Vermarktung, da sich die Immobilien sonst zu lange am Markt befinden.
In Niederösterreich zeigt sich weiterhin eine Zweiteilung des Immobilienmarkts. Während die Nachfrage in den urbanen und infrastrukturell gut angebundenen Regionen weiter zunimmt, bleibt der Markt in den peripheren Lagen verhaltener. Damit lässt sich auch das Preisgefälle erklären zwischen den südlich von Wien gelegenen Regionen zu den Gebieten im nördlichen Wald- und Weinviertel. Hier zeigen sich teilweise deutliche Unterschiede. Für Menschen, denen Wien zu teuer ist und die deshalb im Umland suchen, wird daher das südliche Wiener Umland weniger infrage kommen, auch wenn diese Region weiterhin voll im Trend liegt. Der sogenannte Speckgürtel rund um Wien profitiert von seiner Nähe zur Bundeshauptstadt, einer bereits hervorragenden Verkehrsanbindung mit Bahn, Autobahn oder S-Bahn und einer hohen Lebensqualität. Er gilt aber auch gleichzeitig als die teuerste Region im Bundesland. Die starke Nachfrage sorgt hier für stabile bis steigende Preise – sowohl im Eigentum – als auch im Mietsegment.
Sowohl für Verkäufer:innen als auch Käufer:innen gilt, sich für ihr Vorhaben entsprechend vorzubereiten. Ersteren ist in jedem Fall vor dem Beginn der Suche eine Budgetplanung zu empfehlen, um den Rahmen der Finanzierungmöglichkeiten abzustecken. Weiters sollten die persönlichen Wünsche genau hinterfragt werden. Manchmal erscheint eine Lage attraktiv, kann aber mit einem zeitlichen und finanziellen Mehraufwand einhergehen, da das Objekt schlecht an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden ist und auch Sanierungen notwendig sind. Das sind auch Punkte, die Verkäufer:innen beachten sollen, womit eine realistische Preisgestaltung einhergeht. Nur wer mit gezieltem Marketing und fundierter Marktkenntnis online und regional arbeitet, erreicht die richtige Zielgruppe sowie den gewünschten Verkaufserfolg – nehmen Sie daher das umfangreiche Dienstleistungsangebot der s REAL in Anspruch! Von der professionellen Aufbereitung der Immobilie über die Erstbesichtigung bis hin zur Übergabe nach einer erfolgreichen Kaufvertragsunterzeichnung.