Bundesländerreport 2026 - Oberösterreich

Der oberösterreichische Immobilienmarkt gewinnt durch höhere Einkommen und niedrige Zinsen wieder an Dynamik, wobei vor allem leistbare Einfamilienhäuser und Bestandswohnungen gefragt sind.
lena-maria.stifter@sreal.at
Bundesländerreport 2026 - Oberösterreich
©

"Seriöse Makler:innen empfehlen die Beiziehung von Sachverständigen oder Professionist:innen, wenn es darum geht, den Sanierungsbedarf richtig einzuschätzen.“

Ernst Mittermair, Geschäftsführer s REAL Oberösterreich

Steigende Nachfrage

Die Preise für Immobilien sind in Oberösterreich 2025 numerisch leicht gestiegen, inflationsbereinigt aber gesunken. Gleichzeitig haben sich viele Einkommen erhöht. Zusammen mit niedrigen Zinsen ermöglicht das wieder mehr Oberösterreicher:innen, sich den Traum vom Immobilieneigentum zu erfüllen. Gekauft werden vor allem leistbare Einfamilienhäuser. Im Wohnungssegment liefern Bauträger wenig Angebot, auch mangels Nachfrage. 2026 sollen neue Förderungen auf Landesebene die Neubautätigkeit ankurbeln. Bis ausreichend neue, leistbare Objekte verfügbar sind, konzentriert sich die Nachfrage auch bei Wohnungen auf den Sekundärmarkt.

Energieeffizienz im Fokus

Wichtige Faktoren für den Wert von Gebrauchtimmobilien sind, neben der Lage, Energieeffizienz und nachhaltige Heizsysteme. „Das Bewusstsein für die Energiekosten ist spürbar gestiegen“, sagt Ernst Mittermair, Geschäftsführer bei s REAL Oberösterreich. Eine weitere Entwicklung: „Altbauten werden seltener abgerissen, der Trend geht zum Sanieren und Modernisieren. Eigenleistung spielt dabei eine immer größere Rolle.“ Ein Tipp des erfahrenen Immobilienexperten für alle, die sich für gebrauchte Objekte interessieren: „Es ist wichtig, den Umfang der erforderlichen Sanierung vorab realistisch einzuschätzen. Dabei helfen seriöse Makler:innen: Sie unterstützen, wenn es darum geht, Professionist:innen oder Sachverständige beizuziehen, bevor man verbindlich unterschreibt.“

Landleben im Trend

Wo verwirklichen die Oberösterreicher:innen ihre Wohnträume? Die Tendenz geht, auch preisbedingt, „aufs Land“. Beliebt sind vor allem Regionen rund um Ballungszentren und Bezirkshauptstädte. Im Einzugsbereich der Landeshauptstadt sind hauptsächlich Objekte im Umkreis von etwa 30 Autominuten oder an einer attraktiven Öffi-Linie gefragt. Dynamisch ist die Entwicklung in der Region rund um Braunau/Mattighofen: „Dort gibt es neue Perspektiven, die Nachfrage steigt“, berichtet Ernst Mittermair. Zwar sei die Preisvorstellung mancher Verkäufer:innen noch auf Vorkrisenniveau, doch: „Der Markt wird das nivellieren.“

Vorteile durch hybride Beratung

Immer mehr Oberösterreicher:innen nutzen die digitalen Services von s REAL, z. B. my-sreal.at. Die Plattform erleichtert viele Vorgänge, bildet das breite Angebot der s REAL Services übersichtlich und transparent ab. „Gleichzeitig gibt es einen großen Bedarf am persönlichen Gespräch, an der direkten, individuellen Beratung durch unsere Expert:innen“, berichtet Ernst Mittermair. „Mit unserer hybriden Beratungsstrategie können wir Suchenden wie Verkaufenden beide Varianten anbieten.“ Bei ersten Auskünften, Einschätzungen und Angeboten – und immer dann, wenn es besonders schnell gehen muss – bevorzugen immer mehr Oberösterreicher:innen den digitalen Weg. Wird es konkret, gibt es eine analoge Besichtigung vor Ort, dann die digitale Anbotslegung. Die Annahme erfolgt zumeist analog. Diese hybride Vorgehensweise ist bei der Suche nach der Traumimmobilie oder beim Verkauf praktisch und oft entscheidend.

Generationenwechsel im Einfamilienhaus

In die Jahre gekommene Häuser sind eine beliebte, oft relativ günstige Variante, sich den Traum vom eigenen Zuhause zu erfüllen. In vielen Regionen Oberösterreichs kommt es dabei zu einem „Generationenwechsel“: Die ältere Generation zieht in barrierefreie Wohnungen, ihre sanierungsbedürftigen Häuser kommen auf den Markt. So bleibt das Angebot an sanierungsbedürftigen Häusern aus den 1960er- und 1970er-Jahren trotz der großen Nachfrage attraktiv.

Hero