„Das Angebot an gebrauchten Einfamilienhäusern und Wohnungen ist vielseitig und ausreichend. Wo gewisse Segmente ausverkauft waren, kann man heute in allen Lagen Immobilien finden.“
Christian Hagspiel, Geschäftsführer s REAL Vorarlberg
Gehaltserhöhungen und sinkende Zinsen haben neue Dynamik in den Vorarlberger Immobilienmarkt gebracht. Die durchschnittlichen Quadratmeterpreise haben 2025 im Jahresvergleich zwar leicht zugelegt, sind aber – derzeit noch – günstiger als 2023. Diese Gunst der Stunde wollen viele nutzen: Die durchschnittliche Verwertungsdauer hat sich deutlich reduziert, sprich: Die Vorarlberger:innen kaufen schneller, wenn eine Immobilie ihren Wünschen entspricht und zum Budget passt. Dabei nehmen sie auch mehr Geld in die Hand: Das durchschnittliche Finanzierungsvolumen hat sich gegenüber 2024 um etwa 20 % erhöht. Gefragt sind vor allem gebrauchte Wohnungen und Einfamilienhäuser in guter Lage. „In diesem Segment werden die Preise 2026 moderat weiter steigen“, analysiert Christian Hagspiel, Geschäftsführer bei s REAL Vorarlberg.
Immer mehr Vorarlberger:innen nutzen die digitalen Services von s REAL. „Manche stehen so darauf, dass sie am liebsten alles digital abwickeln wollen“, berichtet Christian Hagspiel. „Aber der Großteil schätzt doch die persönliche Beratung und unsere Nähe in der Region.“ my-sreal.at ist eine beliebte Möglichkeit, den persönlichen Kontakt auf digitaler Ebene zu ergänzen. „Es ist toll, dass das so gut funktioniert. Ob sie großteils digital oder mehr im persönlichen Umgang von uns serviciert werden – das können sich unsere Kund:innen aussuchen.“ Die meisten wollen eine Mischung: hybride Beratung.
Bregenz und Dornbirn sind weiterhin die gefragtesten Adressen in Vorarlberg. „Diese Regionen verzeichnen auch den größten Anstieg an Grundbuchtransaktionen“, sagt Christian Hagspiel. Wesentliche Faktoren sind unter anderem die Wirtschaft, eine sehr gute Infrastruktur – und eine hohe Lebensqualität. Auch Objekte in nahen Gemeinden wie Schwarzach, Wolfurt, Lauterach sind sehr gefragt. „Diese Lagen sind infrastrukturell sehr gut erschlossen und etwas günstiger als Bregenz oder Dornbirn. Das macht sie sehr attraktiv.“
Ein schlecht gedämmtes und mit alten Heizsystemen ausgestattetes Einfamilienhaus kaufen und sanieren – das ist in manchen Bundesländern beliebt. Die meisten Vorarlberger:innen haben andere Ansprüche: „Die Käufer:innen wollen möglichst energieeffiziente Immobilien, gut gedämmt und im Idealfall schon mit einer sauberen, nachhaltigen Heizung und einer Photovoltaikanlage“, weiß Christian Hagspiel. „Sie wollen nicht sanieren, sondern von Anfang an möglichst energieunabhängig wohnen und sicher vor Energiepreisschwankungen sein.“
Die großvolumigen Bautätigkeiten ziehen langsam wieder an, leistbares Wohnen steht im Mittelpunkt. Begehrt sind vor allem Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen in guter Lage. Allerdings hat die Vorarlberger Landesregierung im Neubaubereich die Förderung für Eigentumswohnungen beinahe halbiert, sie beträgt nunmehr maximal 100.000 Euro. Entlastung bringt das vielseitige und ausreichende Angebot an Bestandswohnungen: „Wo gewisse Segmente ‚ausverkauft‘ waren, kann man heute in allen Lagen Immobilien finden“, berichtet Christian Hagspiel. Der Wunsch nach Eigentum ist in Vorarlberg ungebrochen groß. Die Mietpreise haben sich im dritten Quartal 2025 um über 25 % erhöht.