„Haben Sie vor, in den nächsten zehn Jahren zu übersiedeln?“ 69 Prozent der 16- bis 30-Jährigen beantworten diese Frage mit „Ja“. Das ist der höchste Wert in allen Altersgruppen. Der Hintergrund: Die Befragten der Geburtsjahre 1995–2009 wünschen sich zu 43 Prozent mehr Wohnfläche, aber im Vergleich zu den anderen Generationen auch die häufigsten Verbesserungen beim Thema Nachhaltigkeit von Gebäude und Heizform. Ein eigenes Haus in einem kleinen Ort in Stadtnähe ist dabei die präferierte Wohnform. Auch Eigentumswohnungen stehen hoch im Kurs: Jede:r Fünfte strebt diese Wohnform an. Die Gen Z begnügt sich nicht mit Träumen vom Leben in der eigenen Immobilie: Dreiviertel von ihnen sagen: „Ich arbeite darauf hin, mir eine eigene Wohnimmobilie leisten zu können, da mir Wohneigentum wichtig ist.“ Dabei denkt die jüngste der befragten Generationen durchaus langfristig. 76 Prozent von ihnen meinen: „Ich zahle lieber die Kreditraten als Miete, dann gehört das Haus oder die Wohnung irgendwann einmal mir.“
Höchstwert: „Wenn die Wohnung oder das Haus einmal abbezahlt sind, habe ich im Alter eine Sorge weniger“, meinen 87 Prozent der Gen Z.
Geplante Heizform: Am beliebtesten sind bei der Gen Z Fernwärme und Wärmepumpe. Fossiles kommt gar nicht gut an.
Die Wohnfläche soll größer sein! Das wünschen sich 45 Prozent der 31- bis 45-Jährigen. In keiner anderen Altersgruppe ist die Sehnsucht nach mehr Raum ausgeprägter. Kein Wunder: 40 Prozent der Gen Y wohnen mit Partner:in und Kind(ern). Eine Lebensphase, die für viele auch finanziell nicht einfach ist. On Top der Verbesserungswünsche stehen hier nämlich: die Wohnkosten (56 Prozent). Fast ebenso häufig werden geringere Energiekosten genannt. Was das ideale Zuhause sonst noch können sollte? Vor allem eines: den Befragten gehören! 42 Prozent wollen ein eigenes Haus, 22 Prozent eine Eigentumswohnung. Wer kann sich diesen Traum erfüllen? 85 Prozent der Gen Y meinen: Häuser oder Eigentumswohnungen können sich nur die Besserverdienenden leisten. Gleichzeitig arbeiten 61 Prozent darauf hin, sich Wohneigentum leisten zu können. 79 Prozent meinen: „Ich zahle lieber die Kreditraten als Miete, dann gehört das Haus oder die Wohnung einmal mir“ – das ist der Höchstwert unter den Altersgruppen.
Höchstwert: 34 Prozent wollen am Land wohnen. Ausgeprägter ist die Landliebe in keiner anderen Altersgruppe.
Work-Life-Balance: 68 Prozent schätzen die Möglichkeit, in ihrer Wohngegend arbeiten zu können.
Wohntraum verwirklicht. Wohnglück gefunden. Mit diesem Fazit lässt sich die Wohnsituation der Gen X zusammenfassen. 79 Prozent sind mit ihrer Wohnsituation zufrieden oder sogar sehr zufrieden, weil die eigene Immobilie zum Großteil den eigenen Bedürfnissen entspricht. Sie sind besonders mit der Lage ihrer Wohnimmobilie zufrieden, mit Naherholungszonen in der Nähe und ihren Außenflächen wie Balkone oder Terrassen – wenn vorhanden. Aber nur ein Viertel meint: Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Wenig überraschend betreffen zwei der drei am häufigsten genannten Verbesserungswünsche das Budget: Energiekosten und Wohnkosten, vor allem bei jenen, die in Miete wohnen. So ist die Gen X aber schon weitaus zufriedener mit ihrer Wohnsituation als die jüngeren Generationen. 88 Prozent halten eine Immobilie für eine wertbeständige Anlage in die Zukunft und die Hälfte hat sich den Traum vom Eigentum schon erfüllen können.
Höchstwert: Hauseigentum ist für 43 Prozent die ideale Wohnform. Damit ist dieser Wunsch – knapp – noch stärker ausgeprägt als bei der GenY.
Speckgürtel-Fans: 41 Prozent der Gen X wollen am liebsten in einem kleinen Ort in Stadtnähe wohnen.
Die Generation mit den Geburtsjahren zwischen 1950 und 1964 ist die mit Abstand zufriedenste Gruppe in Österreich. Aber in dieser Generation unterscheidet sich der Wunsch zur Wohnfläche stark von den anderen: 44 Prozent sagen, wenn Sie umziehen würden, sollte die Fläche kleiner sein. Die durchschnittliche Wohnfläche ist mit 115 m2 zwar kaum größer als jene der Gen X. Allerdings wohnt ein Drittel der Boomer alleine, 58 Prozent noch mit Partner:in und nur noch 5 Prozent mit Partner:in und Kind(ern). 43 Prozent wohnen im Hauseigentum, 20 Prozent in einer Eigentumswohnung – damit ist die Eigentumsquote höher als bei allen anderen Altersgruppen. Übersiedeln die in die Jahre gekommen Eigentümer:innen, können jüngere Generationen ihren Traum vom Eigenheim mit gebrauchten Immobilien verwirklichen. Immerhin 16 Prozent der 61- bis 75-Jährigen planen, aus dem vertrauten Zuhause auszuziehen. Und das, obwohl die Boomer mit Abstand am zufriedensten mit ihrer Wohnsituation sind. Details belegen die starke Bindung an die eigenen vier Wände: Rund 90 Prozent sind mit der Lage ihrer Immobilie sowie der Wohngegend zufrieden. Die Nachbar:innen sind für 83 Prozent ein wichtiger Faktor. Die eigenen Außenflächen sowie nahe Begegnungszonen schätzen jeweils 86 Prozent – das sind die höchsten Werte aller Altersgruppen.
Höchstwert: 92 Prozent der Boomer sind mit ihrer Wohnsituation zufrieden.
Finanziell unabhängig: Planen Boomer ihre Wohnsituation zu ändern, würden 40 Prozent dafür den Verkauf der Eigentumsimmobilie nutzen.
Zu den Generationen
Generation Z: 1995-2009
Generation Y: 1980-1994
Generation X: 1965-1979
Babyboomer: 1950-1964
Quelle: Simon Schnetzer, Generation Alpha