s REAL Halbjahresrückblick 2026: Fokus Salzburg, Tirol, Vorarlberg

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Salzburger Immobilienmarkt gewinnt an Stabilität und Dynamik

Nach verhaltenem Start in den vergangenen Jahren zeigt sich der Salzburger Immobilienmarkt im ersten Halbjahr 2026 wieder deutlich belebt. Vor allem das zweite Quartal brachte spürbar mehr Dynamik, da viele Kaufinteressierte ihre aufgeschobenen Immobilienpläne umgesetzt haben. Zusätzlich sorgte das Auslaufen der Gebührenbefreiung für einen Vorzieheffekt bei Kaufabschlüssen bis Mitte Juni. Bisher deuten die ersten Monate auf einen Aufschwung bei der Transaktionszahl, eine Stabilisierung des Preisniveaus und weniger Preissprünge hin.

Eigentum bleibt angesichts weiter steigender Mietpreise eine attraktive Alternative. Besonders gefragt sind in Salzburg Wohnungen und Stellplätze, gefolgt von Grundstücken und Einfamilienhäusern. Bei Familien erfreuen sich vor allem der Flachgau und der Bezirk Hallein großer Beliebtheit, auch die Stadt Salzburg zählt trotz ihres hohen Preisniveaus weiterhin zu den begehrtesten Wohnstandorten.

Für die zweite Jahreshälfte wird eine Fortsetzung dieser stabilen Entwicklung erwartet: Nach dem Tiefststand der Kaufpreise im Jahr 2024 bewegen sich diese mittlerweile stabil bis leicht steigend, insbesondere bei gebrauchten Eigentumswohnungen. Im ersten Halbjahr wechselten bereits mehr als 1.200 Wohnungen und rund 160 Einfamilienhäuser im Bundesland Eigentümer:in. Der durchschnittliche Kaufpreis für eine gebrauchte Eigentumswohnung liegt aktuell bei rund 4.800 Euro pro Quadratmeter, im Neubau-Erstbezug bei etwa 6.500 Euro pro Quadratmeter.

„Der Salzburger Immobilienmarkt hat wieder an Stabilität und Dynamik gewonnen. Wer langfristig plant, findet derzeit kalkulierbare Finanzierungsbedingungen und ein Marktumfeld vor, das sowohl Käufer:innen als auch Verkäufer:innen gute Perspektiven bietet. Gerade angesichts der hohen Nachfrage am Mietmarkt bleibt der Eigentumserwerb eine attraktive Option“, sagt Martina Hirsch, Geschäftsführerin s REAL Immobilien.

In Tirol bleibt die Lage der entscheidende Wertfaktor

Der Tiroler Immobilienmarkt hat sich im ersten Halbjahr 2026 weiter stabilisiert. Viele Kaufinteressierte setzen ihre aufgeschobenen Pläne wieder um – allerdings bewusster, selektiver und preissensibler. Trotz des Auslaufens der Gebührenbefreiung und leicht gestiegener Zinsen bleiben die Rahmenbedingungen insgesamt positiv. Die Immobilienpreise haben sich auf einem stabilen Niveau eingependelt und entwickeln sich in gefragten Lagen wieder moderat nach oben. Während die Neubautätigkeit aufgrund hoher Grundstücks- und Baukosten weiterhin zurückhaltend ist, steigt die Nachfrage nach Bestandsimmobilien spürbar an. Neben gestiegenen Transaktionen tragen wirtschaftlich starke und etablierte Bauträger langfristig zu einem gesunden Markt bei, indem sie ihre Projekte weiterhin umsetzen.

Eine zentrale Herausforderung bleibt jedoch die Leistbarkeit von Wohnraum, insbesondere für junge Haushalte und Familien. Hohe Kaufpreise, gestiegene Finanzierungskosten und der weiterhin angespannte Mietmarkt führen dazu, dass Wohnentscheidungen noch bewusster getroffen werden.

„Für Eigentümer:innen, die einen Verkauf planen, sind mehr denn je eine fundierte Bewertung und ein maßgeschneidertes Vermarktungskonzept entscheidend. Für die zweite Jahreshälfte erwarten wir eine stabile, klar nach Lage und Qualität differenzierte Marktentwicklung mit moderaten Preissteigerungen in gefragten Lagen“, sagt Ingmar Schwabl, Geschäftsführer von s REAL Tirol.

Die alpine Topografie begrenzt in Tirol das Angebot an bebaubaren Flächen, wodurch insbesondere gute Mikrolagen nachhaltig gestützt werden. Zusätzliche Impulse liefern Aufwertungsprojekte wie die Neugestaltung des Bozner Platzes oder weitere Entwicklungen entlang des Inns in Innsbruck. Gleichzeitig rücken auch attraktive Standorte im Tiroler Umland aufgrund eines guten Preis-Leistungs-Verhältnisses und interessanter Renditechancen stärker in den Fokus.

Mehr Marktbalance und Nachfrage in Vorarlberg

Der Vorarlberger Immobilienmarkt präsentiert sich 2026 in einem spannenden und ausgewogenen Marktumfeld. „Kaufinteressent:innen profitieren jetzt von einem attraktiven Angebot. Während in den vergangenen Jahren die Auswahl begrenzt war, stehen heute wieder zahlreiche relevante Immobilien zur Verfügung. Angebot und Nachfrage treffen also auf einem ausgewogenen Niveau zusammen“, weiß s REAL Vorarlberg Geschäftsführer Christian Hagspiel.

Besonders gefragt sind gebrauchte Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser und Reihenhäuser in guten Wohnlagen der Bezirke Dornbirn, Feldkirch und Bregenz. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich die Nachfrage spürbar erhöht, was auf das gestiegene Interesse vieler Eigennutzer:innen und Kapitalanleger:innen zurückzuführen ist.

Auch bei den Grundstückspreisen zeigt sich eine deutliche Veränderung. Die jahrelang starke Preisdynamik hat sich merklich eingebremst. Was vor fünf Jahren im mittleren Rheintal nahezu unmöglich erschien – der Kauf eines attraktiven Baugrundstücks –, ist heute wieder deutlich realistischer geworden. In vielen Gemeinden werden attraktive Bauparzellen angeboten. Als besonders interessant gelten derzeit hochpreisige Gemeinden zwischen Feldkirch und Dornbirn, wie etwa Götzis, Weiler oder Sulz. Diese Standorte überzeugen durch ihre hohe Lebensqualität, eine ausgezeichnete Infrastruktur und die Nähe zur Schweiz. Entsprechend stark ist die Nachfrage sowohl von heimischen Käufer:innen als auch von Vorarlberger:innen, die in der Schweiz arbeiten und ihren Lebensmittelpunkt bewusst in der Region behalten möchten.

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