Stadt Wien verschiebt Zweitwohnungsabgabe

Neue Kompetenzen und Kritik verzögern Einführung – Stadt Wien überdenkt Abgabe für Zweitwohnungsbesitzer:innen
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Stadt Wien verschiebt Zweitwohnungsabgabe
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Die Einführung der Wiener Zweitwohnungsabgabe, die ab 1. Januar 2025 jährliche Beiträge von 300 bis 550 Euro für Zweitwohnungsbesitzer:innen vorgesehen hatte, wird vorerst verschoben. Grund dafür ist eine Änderung im Bundes-Verfassungsgesetz, die den Ländern erweiterte Möglichkeiten zur Erhebung von Wohnungsabgaben gibt.

Die geplante Abgabe stieß zuvor auf breite Kritik. Besonders für Wochenpendler:innen, die bereits über die Kommunalsteuer zur Stadtfinanzierung beitragen, hätte sie eine zusätzliche Belastung bedeutet. Die Neos begrüßen daher die Verschiebung, da sie die Abgabe verfassungsrechtlich bedenklich finden. Auch die Junos forderten Ausnahmen für junge Menschen in Ausbildung, da viele Studierende aufgrund finanzieller Vorteile ihren Hauptwohnsitz nicht nach Wien verlegen können.

Die Stadt Wien erhoffte sich durch die Abgabe einen „Gerechtigkeitsbeitrag“ zur Nutzung der Infrastruktur, erkennt jedoch, dass ähnliche Abgaben in anderen Bundesländern bisher nur begrenzte Wirkung zeigen.

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