Die Wohnkosten in Wien steigen rasant und bringen viele Haushalte an ihre Grenzen. Eine 50-Quadratmeter-Wohnung kostet mittlerweile rund 950 Euro – ohne Betriebskosten. Besonders Familien, Geringverdiener:innen und Pensionist:innen müssen einen Großteil ihres Einkommens für Miete aufwenden. Die Politik verspricht Lösungen – doch die Parteien verfolgen dabei unterschiedliche Strategien.
Die SPÖ setzt auf sozialen Wohnbau und versucht, durch einen Mietpreisdeckel für Student:innen- und Lehrlingsheime den Markt zu entlasten. Auch die Einschränkung befristeter Mietverträge und strengere Regeln für Airbnb-Vermietungen sollen helfen, Wohnraum für die Wiener:innen zu sichern. Die ÖVP hingegen sieht die Ursache der hohen Preise vor allem im mangelnden Angebot. Sie fordert eine Bauoffensive, weniger Marktregulierung und niedrigere Betriebskosten in Gemeindebauten, um die Preise zu senken.
Die Grünen legen den Fokus auf Mieterschutz und wollen eine Mietzinsobergrenze für ältere Wohnungen einführen. Gleichzeitig sollen Lagezuschläge abgeschafft und eine Leerstandsabgabe eingeführt werden, um Spekulation zu verhindern. Die FPÖ verfolgt einen anderen Ansatz: Sie fordert, dass Gemeindewohnungen nur noch an österreichische Staatsbürger:innen vergeben werden und die Betriebskosten auf das Niveau von 2020 zurückgesetzt werden. Die Neos setzen wiederum auf weniger Bürokratie und einfachere Bauvorschriften. Durch eine Marktöffnung und mehr Neubauten soll das Angebot erhöht und die Preise langfristig gesenkt werden.
Ob diese unterschiedlichen Ansätze die Wohnkrise wirklich entschärfen können, bleibt abzuwarten. Für viele Wienerinnen und Wiener wird Wohnen jedoch zunehmend zur finanziellen Belastung – eine Lösung scheint dringend nötig.
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