Die Mariahilfer Straße, Wiens bekannteste Shoppingmeile, hat in den letzten Jahren im besonders frequentierten Bereich zwischen Getreidemarkt und Westbahnhof einen deutlichen Anstieg an Leerständen verzeichnet. Ähnlich verhält es sich in den direkt angrenzenden Seitenstraßen. Viele leerstehende Geschäfte sind zwar bereits vermietet und warten auf den Umbau, doch gestaltet sich bei einigen Flächen auch aufgrund der wirtschaftlichen Lage die Neuvergabe schwierig. Zuwachs verzeichnet die „Mahü“, wie sie von vielen umgangssprachlich genannt wird aber im Bereich Gastronomie. So hat sich neben dem Konsum bei den Flanierenden auch der Fokus auf Kulinarik ausgerichtet. Trotz höherer baulicher und rechtlicher Hürden werden Gastronomielokale wesentlich schneller neu vermietet als Geschäftslokale. Ein großer Faktor, der sich auf die Leerstandszahlen auswirkt, ist die Baustelle des geplanten Lamarr, welche aktuell noch auf einen Käufer wartet. Als ein Projekt der SIGNA, ist dieses aus Gründen der Insolvenz stillgelegt worden. Experten sind sich sicher: Das Lamarr, als auch die Geschäftsflächen entlang der Mariahilfer Straße sind aufgrund ihrer A-Lage weiterhin begehrt und werden auch in Zukunft an Attraktivität nicht verlieren. Aber es findet bei den Mieten ein Umdenken statt. Wo früher Eigentümer noch verwöhnt waren und die Miethöhe oft ohne Umschweife akzeptiert wurde, müssen Unternehmen heute besser kalkulieren und wenn sich ein Geschäftslokal nicht rechnet, wird es nicht angemietet. Rote Geschäftszahlen lassen sich nicht mehr über den Werbewert des Standorts wegargumentieren.
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