In Österreich stehen viele Erb:innen der Babyboomer-Generation vor einer Herausforderung: Das Familienheim ist oft mit Emotionen verbunden, und viele möchten es nicht verkaufen, sondern lieber vermieten, um es in der Familie zu halten. Doch dieser Wunsch stößt auf praktische Schwierigkeiten, die den Besitz und die Vermietung solcher Immobilien belasten.
Erstens verschärft ein wachsender Wohnraummangel die Situation. Nach über einem Jahrzehnt des Bau-Booms zeigt sich ein deutlicher Rückgang der Neubauten, besonders in den Städten. Bis 2026 könnte die Zahl der jährliche Fertigstellungen um 25 % sinken. Das erhöht den Druck auf bestehende Immobilien, was die Nachfrage für den Mietmarkt weiter anheizt. Gleichzeitig benötigen viele ältere Immobilien, die Erb:innen übernehmen, dringend Sanierungen. Häuser und Wohnungen aus den 1980er Jahren oder älter sind oft sanierungsbedürftig, was hohe Kosten und Herausforderungen mit sich bringen kann.
Besonders schwierig wird die Lage in touristischen Regionen wie Salzburg und Tirol. In diesen Hotspots ist der Widerstand gegen den Verkauf an Außenstehende gewachsen. Gemeinden schützen den knappen Wohnraum zunehmend, indem sie den Kauf und die Vermietung an Nicht-Einheimische einschränken. Gleichzeitig greifen neue Vorschriften wie die Einschränkungen von Kurzzeitvermietungen über Plattformen wie Airbnb. Diese Maßnahmen sollen die Wohnraumsituation entlasten, schränken jedoch die Flexibilität der Eigentümer:innen stark ein und machen eine rentable Nutzung der Immobilien schwieriger.
Lesen Sie den gesamten Text >hier< auf sn.at